The Fabricant: Eine modische Zukunft

📷 Digital Fashion: The Fabricant, Kerry Murphy.

Bei The Fabricant trifft Mode auf Zukunft: Das digitale Modehaus entwirft ausschließlich „digital-only clothing“. Der Kern des digital fashion house ist das photo-real 3D fashion design und dessen Animation. Ist das etwa die große Chance für die Kultur unseres Netzes und die notwendige Veränderung der Fast Fashion? 

“We aim to show the world that clothing does not need to be physical to exist. We believe the digital-only fashion sector will open up new creative avenues beyond the limits of the physical world, while promoting sustainability and drastically reducing the negative environmental impacts of the current fashion paradigm.” – The Fabricant

The Fabricant sieht großes Potential in der Erschließung einer digitalen Modeindustrie und bezeichnet sich selbst als „fashionauts“, die diese fremde und spannende Welt erforschen. Diese Abenteuergeschichten werden durch digitale Couture und 3D-Animationen erzählt. Doch was macht das digital fashion house zum Game Changer? Die Nachhaltigkeit.

Laut The Fabricant würden die digitalen Kleidungsstücke der zunehmenden Umweltverschmutzung und Abfallreduzierung entgegenwirken. Schließlich würde es keinen Bedarf mehr an Mustern, hohen Lagerbeständen im Einzelhandel oder Größensortimenten geben. „It’s sustainable by its very nature“, so heißt es. 

Fast Fashion bekommt auf jeden Fall durch die neuen Möglichkeiten eine neuen Betrachtungswinkel. Denn der Blick fällt nicht mehr in die überfüllten Regale von H&M, Primark, Zara, Bershka oder Forever 21, sondern ins Netz. Doch natürlich kann auch hier im Laufe der Zeit Datenmüll entstehen. Trends wie „Digitaler Minimalismus“ steuern schon jetzt dagegen an. 

Laut dem Journalisten, Musiker und Web Developer Mirko Schubert bedeutet Minimalismus „[…] das Reduzieren auf das Wesentliche — in allen Bereichen.“[1] 3 Schritte seien beim „digitalen Minimalismus“ notwendig: 

1. Hilfsmittelreduzierung
2. Medien digitalisieren und reduzieren 
3. Nutzung optimieren[2]

Jetzt fragt man sich: Wie wird digitale Mode das Kaufverhalten der Konsument*innen beeinflussen? Wird sich der „Digitale Minimalismus“ trotzdem durchsetzen oder geht es darum, umso mehr Pieces in den Warenkorb zu klicken. The Fabricant setzt bei seiner Zielgruppe nämlich vor allem auf eine: die digital natives. Also auf junge Akteure wie Influencer, Video- und Content-Creator und aufstrebende Social Media Brands. Außerdem: Inklusion in einer ach so exklusiven Modeindustrie. Das soll heißen: 

„There is no guest list for this event. No need to wait on the wrong side of a velvet rope. Consider this your embossed invitation.“[3]

Das digital fashion house hat bestimmt gewisse Nachteile auf lange Sicht, momentan scheint es jedoch innovativ, kreativ, nachhaltig und vor allem auch bezahlbar zu sein. Ob es also der digital-only shoe co-designed by Buffalo London oder die Collection „Day Zero“ von Puma ist: Kleider machen auch im digitalen Raum Leute. Und zwar passgenau, wie sie sich wünschen zu sein. 


[1] https://digitaler-minimalismus.de/was-ist-digitaler-minimalismus-34fbc1700875

[2] Vgl. https://digitaler-minimalismus.de/was-ist-digitaler-minimalismus-34fbc1700875

[3] https://www.thefabricant.com/blog/2019/4/29/ffrop-4-the-future-is-now

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.