Studentinnen der Digitalen Medien: Lotta Stöver & Nathalie Gebert

Irgendwo zwischen Neuen Medien, Kunst, Technologien, Forschung, Simulationen, Installationen und Techno-Feminismus positionieren sich die zwei jungen Künstlerinnen Lotta Stöver und Nathalie Gebert von der Hochschule für Künste in Bremen. Um die Interdependenzen dieser Disziplinen sichtbar zu machen und deren Transformation künstlerisch auszudrücken, bedienen sich die beiden Künstlerinnen verschiedener Formen der New Media Art und ihrer materiellen Beschaffenheit vor dem Hintergrund der Entstehung und ihrer sozialen und politischen Integration.

Lotta thematisiert beispielsweise in ihrer Installation „Indisposable“ die einflussreiche Rolle von Kunststoffen in den Bereichen der zeitgenössischen Geologie und Ökologie sowie deren politischen Wirkungskraft mithilfe von mehreren windproduzierenden Maschinen, die gemeinsam eine Plastikfolie in wellenartige Bewegungen versetzen: 

„And while it remains true, that by their disposability the plastics have made mass production and consumption demandingly dependending on them, today their indisposability has established a new urgency that expands way beyond economics; into the realms of the rural, the natural, even the deep seas.”

https://lotta-stoever.net/works/indisposable

Die Intention der Künstlerin ist es, so auf die Räumlichkeit von Kunststoffen am Beispiel von Gewässern aufmerksam zu machen und Kunststoffe als mehr als nur abstrakte Stoffe zur Produktherstellung erkennbar zu machen – denn: „plastics have never been disposable“. 

Nathalie zeigt mit ihrer Installation „On Framing Textile Ambiguities“ das Ergebnis einer kritischen Untersuchung der sozialen und technischen Entwicklungen der Textilproduktion und der Verbildlichung der Geschichte der digitalen Kommunikationsmedien und der Computerkunst. Als Gruppe konzipiert, teilen sich die Maschinen nicht nur gleiche Gewinde, sondern sind auch aus den gleichen Komponenten gefertigt. Durch einen gespannten Faden wird zwischen den Bestandteilen eine Beziehung hergestellt. 

„Materialized from the ambiguities of its origin, in a multi-dimensional discourse of media technologies, the installation is a genesis of the transformation and critical new development of modern image and communication technologies. A flow of signals is created that reveals its own ambiguities through its materiality and corporeality.“

https://nathalie-gebert.com

Lotta und Nathalie haben aber nicht nur mit ihrer Installationskunst großen Erfolg, sondern auch mit ihrer Publikation „href zine – xyber*feminism issue“ zum Technofeminism. 2019 gewannen die zwei Künstlerinnen den 1.Platz des Hochschulpreises Digitale Medien der Hochschule für Künste in Bremen. 

„Das Werk besteht aus einem gedruckten Magazin, das verschiedene persönliche und künstlerische Perspektiven auf Techno-Feminismen, die technologische Performance von Gender und die Ungerechtigkeit der Natur vereint, so die Künstler*innen.“

https://www.hfk-bremen.de/t/neuigkeiten-und-presse/n/opening-der-hochschultage-2019-und-verleihung-der-hochschulpreise

WENN IHR JETZT NEUGIERIG GEWORDEN SEID UND NOCH MEHR ÜBER DIE KÜNSTLERINNEN ERFAHREN WOLLT: 

Wer sich außerdem für ein Studium der Digitalen Medien interessiert, sollte unbedingt einen Blick auf die Internetpräsenz des Fachbereichs Kunst und Design (Digitale Medien) der Hochschule für Künste Bremen werfen.

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