Sehenswertes von August bis November 2021: Meine TOP 5 Veranstaltungen der digitalen Kunst und Kultur in NRW

📷 In der Walzhalle der Zinkfabrik Altenberg in Oberhausen installiert der italienische Künstler Quayola eine „Sculpture Factory“: Ein Industrieroboter modelliert aus Materialblöcken endlose Variationen antikisch anmutender Skulpturen (5.-12.3.2022). © Quayola / Courtesy of the artist 

Ein regnerischer Sommer geht zu Ende, aber wir gehen raus: Denn im August soll nicht nur das Wetter wieder schön werden, sondern es eröffnen unsere lang ersehnten Festivals der digitalen Kunst und Kultur. Ob ein Zusammenspiel aus Industriekultur und visuellen Künsten, eine “Living Sculpture” im Ruhrgebiet oder künstlerische Auseinandersetzungen mit der Wahrnehmung von Raum in Form von Außenprojektionen, Video-Mapping und multimedialen Installationen: In NRW gibt es ab August 2021 einiges zu entdecken. 

Wir starten bei meinen TOP 5 mit einer Veranstaltung an meinem Studienort Düsseldorf. Hier findet vom 22. August 2021 – 20. Februar 2022 die AR BIENNALE statt: 

„Das NRW-Forum Düsseldorf bietet mit der weltweit ersten AR Biennale der jungen Kunstform eine prominente Plattform. Digitale Skulpturen von 19 internationalen Künstler*innen sind im gesamten Ehrenhof und Hofgarten zu sehen.“ – NRW FORUM 

Neben Düsseldorf werden übrigens auch weitere Arbeiten als Satellitenprojekte in Köln und Essen gezeigt. Die App AR BIENNALE kann dafür im AppStore heruntergeladen werden. 13 kostenfreie Arbeiten gibt es hier mit Smartphone oder Tablet zu betrachten. Jedoch zu beachten: Die App funktioniert nur bei Tageslicht und es werden nur die Betriebssysteme von Android ab Version 8.X und iOS ab Version ab 12.X unterstützt. 


Ebenso in der Landeshauptstadt zu sehen: Die Digitale Düsseldorf. Das Festival für digitale Kunst, Musik und Gegenwartskritik lädt Besucher*innen vom 08. Oktober bis 07. November 2021 ein, unter anderem an Konzerten in Golzheim und salondesamateurs teilzuhaben. 

„Das Festival zeigt digitale Kunst- und Musikprojekte aus aller Welt und lotet interdisziplinär aus, was mit der Digitalisierung fast sämtlicher sozialer, ökonomischer und kultureller Prozesse erreicht wurde, welche Probleme damit geschaffen, welche gelöst werden, was zur Unterhaltung taugt und was zur Reflexion“ – DIE DIGITALE 


Von Düsseldorf geht es nach Remscheid, Wuppertal und Solingen: Hier präsentieren über zwanzig Künstler*innen von September bis November 2021 (04.09. – 26.09. 2021 / 17.10. – 14.11.2021) ihre individuelle Auseinandersetzung mit der Wahrnehmung von Raum. 

„Sie befragen, erforschen, definieren Raum an den unterschiedlichsten Orten. Bunkerwände, Häuser einer Arbeitersiedlung, eine ehemalige Tankstelle und die Räume eines riesigen Betonbaus werden zum Experimentierfeld.“ –  EXPERIMENT_RAUM

Das Programm beinhaltet sowohl Außenprojektionen, Video-Mapping und multimediale Installationen als auch Sound- und Videoexperimente, Tanz & Text, Performance und Liegekonzerte.  


Im Ruhrgebiet macht ab dem 27. August bis 03. Oktober 2021 das Festival „NEW NOW […] Digitale Künste erfahrbar“. Das UNESCO-Welterbe Zollverein wird laut den Veranstalter*innen „[…] erstmalig zum temporären Zentrum einer neuen Produktionskultur. Das Wahrzeichen des Ruhrgebiets verwandelt sich in eine “Living Sculpture” für Digitale Künste: Wegweisende zeitgenössische Künstler:innen setzen sich mit den drängenden Themen unserer Zeit auseinander und entwickeln vor Ort neue Arbeiten. In spektakulärer Industriekulisse erleben Teilnehmer:innen Kunst in Entstehung.“ 

Neben der AUSSTELLUNG vom 18.09. – 03.10.21 finden IMMERSIVE SOUND NIGHTS (27.08.21, 18:00 – 22:00 Uhr, 17.09.21, 18:00 – 22:00 Uhr) sowie die KONFERENZ “ANOTHER END IS POSSIBLE” (18.09.21, 10:00 – 22:00 Uhr, 19.09.21, 10:00 – 20:00 Uhr) statt. Die VIRTUELLE PLATTFORM “ZECHE” ist vom 27.08. – 03.10.21 täglich 24 Stunden geöffnet. 


Nach dieser Europa-orientierten Veranstaltung führt der Weg vom „Eiffelturm des Ruhrgebietes“ zu industriellen Orten der Region: Mit einem gemeinsamen Medienkunstfestival der Landschaftsverbände Rheinland (LVR) und Westfalen Lippe (LWL) wird eine Veranstaltung ins Leben gerufen, die die Diskussion über aktuelle Themen des 21. Jahrhunderts anregen soll, um Industriekultur mit einem neuen Blick zu begegnen. „Futur 21“ wagt mit 32 künstlerischen Arbeiten einen Dialog, der an den 16 Industriemuseen auf Vergangenheit und Zukunft trifft. 

„Zum Auftakt von „Futur 21“ findet am 4. und 5. November auf der Zeche Zollern in Dortmund die Fachkonferenz „Industrial Culture for Future“ statt. Sie soll eine neue Charta der Industriekultur auf den Weg bringen. Panels, Vorträge und Debatten kreisen um die Frage, inwiefern Industriemuseen als gesellschaftliche Foren die Zukunftsthemen der post-industriellen Gesellschaft in den Fokus nehmen können.“ – LVR


Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber mein Terminkalender ist voll, die Vorfreude groß. Einen Regenschirm werde ich mir aber dennoch mitnehmen. Man weiß ja schließlich nie, wie das Wetter wird. 

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