FAKE_FRIKTION: Ein Museum der Aufmerksamkeiten

4 Künstler*innen. Zwei Recherche-Residenzen. Eine trans- und interdisziplinäre Ausstellung: Mit dem Ziel Mechanismen der Aufmerksamkeitsökonomie und ihre oftmals gefährlichen Strömungen performativ auszustellen, zu entlarven und für den künstlerischen Prozess sichtbar zu machen, setzt sich Fake Friktion mit der Position Aufmerksamkeit im digitalen Zeitalter in einer eigenen Ausstellung auseinander. 

Doch wie passen die Reizüberflutung im digitalen Raum und der museale White Cube zusammen? In einer Gegenüberstellung ergründen die Künstler*innen Bruna Cabral, Wayne M. Götz, Milena Cestao Kolbowski und Valentin Schwerdfeger die Textflut, Bilderstürme und Hatespeeches im Internet und betten diese Methoden der Aufmerksamkeit in den analogen Museumsraum. Die Kunsthistorikerin Johanna Johnen fungiert dabei als Vermittlerin und begleitet diesen Wandel. 

VON UND MIT Milena Cestao Kolbowski, Wayne Götz, Valentin Schwerdfeger, Bruna Cabral KUNSTHISTORISCHE BERATUNG Johanna Johnen MUSIK Bruna Cabral

Die erste Recherche-Residenz fand bereits vom 25.07.-30.07.2021 statt. In diesem Rahmen wurden ortsspezifische analoge und digitale Räume und Realitäten erforscht. In dieser Phase wurden nicht nur Ausstellungsformate und Hängungen erprobt, sondern auch installative Prototypen, Trailer, Teaser und Performances entwickelt. Diesen Monat, in der zweiten Residenz-Phase vom 20.09.-24.09.2021, werden die zuvor erarbeiteten kunsthistorischen Forschungsmethoden, theatralen Prozesse und musikalischen Kompositionsprinzipien in den musealen Raum transformiert. 

Ob als Foto-Beitrag, Reel oder Video-Story: Um der Aufgabe der Museumsarbeit im Sinne des Forschens und Bewahrens nachzugehen, dokumentieren die Percussionistin, der Physical Artist, die Regisseurin oder der Visual Artist ihre Fortschritte und Ergebnisse auf Social Media. So werden die Follower*innen nicht nur zu Besucher*innen ihrer Aktionen, sondern haben auch Teil an der Zusammenarbeit der Künstler*innen von Anfang bis Ende – von Proben über Meetings bis hin zur Ausstellungseröffnung. So unterstützt der digitale Raum als Ort der Interaktion und des Austausches den analogen Ausstellungsraum der Begegnung und wird zur Co-Produktionsstätte. 

„Das Museum als Ort „der Bilder‘ scheint im Kontrast zur Macht der Bilder in der digitalen Welt zu stehen. Diesen Aspekt wollen wir erforschen und weiterdenken. Mit der interdisziplinären Expertise unseres Teams wollen wir, transdisziplinär agierend, neue Schnittstellen zwischen den Institutionen Theater und Museum aufbauen, vertiefen und etablieren.“ – FAKE FRIKTION
Mehr Insights zum Projekt gibt es in den kommenden Blog-Artikeln und bei uns auf Instagram!

Das Projekt wird durch die Recherche- und Produktions-Plattform “TRANSIT” der Initiative Cheers For Fears gefördert. 

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