FAKE_FRIKTION: Ein Blick hinter die Kulissen

Fake Friktion überzeugt seine Follower*innen nicht nur durch die künstlerische Interdisziplinarität des Teams und der Suche nach innovativen Ausdrucksmöglichkeiten innerhalb unterschiedlicher Sparten, sondern auch durch die humorvolle Auseinandersetzung mit unserem gegenwärtigen Weltgeschehen im analogen und digitalen Raum. Wir haben uns gefragt: Wie wird eine solche Arbeit gefördert? Was für eine Ausbildung haben die Künstler*innen genossen? Und wie sieht überhaupt eine Recherche-Residenz aus? 

Die Förderung

Das Team von Fake Friktion wird von der Initiative Cheers For Fears gefördert. Diese Initiative wird wiederum vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, der Kunststiftung NRW sowie dem Fonds Darstellende Künste finanziell unterstützt.  

Cheers For Fears beschreibt sich selbst als eine Initiative, ein Netzwerk und eine mobile Akademie. Für die künstlerische Recherche & Professionalisierung bietet Cheers For Fears mit ihrer Transit Plattform den Kunststudierenden und Absolvent*innen von Fake Friktion eine genreübergreifend Kollaboration an, um die eigenen Ideen in einem kreativen Umfeld zur Diskussion zu stellen. Mentor*innen, wie der Journalist und Publizist Dirk von Gehlen, die Kunsthistorikerin Johanna Johnen und wir von ART&AKTEN begleiten diesen Rechercheprozess. 

Das Team 

Bruna Cabral ist eine brasilianische Schlagzeugerin, Perkussionistin und Komponistin, die seit 2017 in Deutschland lebt. Sie hat einen künstlerischen Bachelor-Abschluss in Perkussion an der Universidade do Estado do Pará (UEPA) in Brasilien und einen Master Abschluss in „Professional Performance – Schlagwerk“ an der Folkwang Universität der Künste erworben.

Wayne M. Götz arbeitet an der Schnittstelle zwischen Physical Theatre, Naturwissenschaft, Improvisationstheater und neuen Medien. Er absolvierte 2013 in Heidelberg sein Physik Diplom und untersucht seit seinem Abschluss an der Folkwang Universität der Künste die Verbindung zwischen einem hohen physischen Einsatz, dem Vermengen unterschiedlicher Disziplinen und die Verbindung von wissenschaftlichen Ansätzen und künstlerischem Denken. 

Milena Cestao Kolbowski ist eine deutsch-spanische Theatermacherin aus NRW. Ihr Fokus liegt darin, konkrete gesellschaftskritische Themen in abstrakt-performative Theaterabende mit viel Humor und Tabubrüchen umzuwandeln. Derzeit beendet sie ihr Physical Theatre Studium an der Folkwang Universität der Künste in Essen.

Valentin Schwerdfeger ist ein deutsch-rumänischer Künstler. Als transdiszliplinärer Performer erforscht er Literatur, Visual Arts und Performance. Seit 2019 studiert er Physical Theatre an der Folkwang Universität. In seinen Arbeiten untersucht er die Spielweisen unserer Kommunikation, deckt ihre Komik auf und lotet ihre Abgründe aus.

Die Recherche-Residenz

Das Team begab sich bei ihrer Zusammenarbeit in eine bewegte Diskussion, um später Versatzstücke und Komponenten des Museums der Aufmerksamkeiten als Prototypen zu produzieren. Zur Diskussion gehörte die Entwicklung eines Fragenkatalogs und eine erste Recherche zum Thema Aufmerksamkeit mithilfe von Automatic Writing, Google Speed Research, Mindmapping und Impulsvorträgen.  

Einen Impulsvortrag hat unsere Autorin Amanda letzte Woche zu Methoden und Strategien der digitalen Kunst- und Kulturvermittlung beigetragen. Unter anderem war das Ziel, das Team von Fake Friktion für die theoretische Einordnung von primärer und sekundärer Kunstvermittlung im digitalen Raum zu sensibilisieren und die Möglichkeiten des Social Media-Marketings für Kulturakteure anhand von Beispielen darzulegen. 

Besonders wertvoll in diesem Schritt der Recherche war also das Knowledge Sharing von fachlichen Expertisen: Jedoch nicht nur durch Expert*innen, sondern auch durch die einzelnen Teammitglieder selbst. 

„Mit der Interdisziplinären Expertise unseres Teams wollen wir, transdisziplinär agierend, neue Schnittstellen zwischen den Institutionen Theater und Museum aufbauen, vertiefen und etablieren. Diese Schnittstelle ermöglicht neue Formen der Kommunikation zwischen den Künsten und kann in einer Innovationsleistung an den Grenzen der performativen und musealen Räume gipfeln.“ – Fake Friktion

Durch den gemeinsamen Austausch über Memes & Viralität, Principles of Sound oder Grundlagen des Marketings tauchten die Künstler*innen immer tiefer in die inhaltliche Forschung, die in theatrale und performative Probenprozesse überleitete. So wurden abwechslungsreiche dramaturgische Darstellungen und Kompositionen entwickelt und erprobt.

Ihr nächster Schritt: Die Ausstellungseröffnung im Ringlokschuppen Ruhr am Donnerstag, den 30. September 2021 ab 17.00 Uhr

Für einen weiteren Blick hinter die Kulissen:

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